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Jeder kann Cartoon-Mädchen zeichnen! - Ein Interview mit Karin Luttenberg von Paperfuel

Jeder kann Cartoon-Mädchen zeichnen! - Ein Interview mit Karin Luttenberg von Paperfuel

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Cartoonmeisjes tekenen doe je zo!“ (Handbuch für das Zeichen von Cartoon-Mädchen) ist bereits das 13. Buch der niederländischen Handlettering- und Doodle-Queen Karin Luttenberg. Karin ist die Schöpferin der bekannten Marke Paperfuel. Mit ihrem typischen Schwarz-Weiß-Stil versteht sie es wie keine andere, Jung und Alt dazu zu inspirieren, zum Stift zu greifen und zu zeichnen. Speziell für „Cartoonmeisjes tekenen doe je zo“ hat sie zusammen mit Vaessen Creative die Cartoon-Mädchen-Toolbox entwickelt. Darin ist alles enthalten, was Sie brauchen, um sofort mit dem Zeichnen von Cartoon-Mädchen zu beginnen: verschiedene Arten schwarzes und weißes Papier, darunter ein Skizzenbuch und Porträtpapier, Papierrahmen, Bleistifte, Washi-Tape, Klammern und eine Bordürenstanze. Und das alles im typischen, schwarz-weißen Paperfuel-Stil. Vor der Veröffentlichung ihres neuen Buches und der Toolbox durften wir Karin interviewen!

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Zurück zum Papier

Sie kann eine Reihe beeindruckender Erfolge vorweisen. Karin hat mehr als 300 000 Bücher verkauft, stand über ein Jahr lang auf der Liste der Top-60-Bestseller, hat ihre eigene Schreibwaren- und Hobbylinie, hat über 43 000 Follower auf Instagram und hatte eine Zeit lang ihre eigene Fernsehsendung. Sogar Walt Disney hat für die Gestaltung eines Prinzessinnenplakats mit handgeschriebenen Buchstaben bei ihr angeklopft.

Und dabei hat Karins Abenteuer erst vor 6 Jahren angefangen, als sie ihre ersten Handlettering-Zeichnungen auf Instagram teilte. „Als Grafikdesignerin habe ich viel am Computer gearbeitet, und ich wollte zurück zum Papier, zurück zu den Grundlagen“, sagt Karin. „Einmal gab es im Magazin FLOW ein kleines Handlettering-Heft und ich dachte: Das würde mir Spaß machen, das selbst zu machen! Später hat jemand gefragt, ob es Grußkarten mit meinen Zeichnungen gäbe, und so kam der Ball ins Rollen.“ Ein bekanntes Wohnmagazin machte die Öffentlichkeit auf ihre Grußkarten aufmerksam, und kurz darauf bekam Karin die Anfrage, einen Workshop auf der Messe Flavourites Live zu geben. „Ich hatte vorher noch nie einen Workshop gegeben, also habe ich mich total außerhalb meiner Komfortzone begeben, aber es hat mir großen Spaß gemacht. Außerdem habe ich durch meine Anwesenheit auf der Messe viele neue Kontakte geknüpft.“ Und so erhielt Karin eines Tages einen Anruf mit der Frage, ob sie ein Handlettering-Buch schreiben wolle. Dieses Buch heißt „Handlettering für alle!“ und es ist inzwischen in der 21. Auflage erschienen.

Inspiration kann man trainieren

Ein neues Buch mit einer brandneuen Toolbox, ihre eigene Schreibwaren- und Hobbylinie, Workshops, soziale Medien... Bei so viel Arbeit fragt man sich: Woher nimmt Karin die Energie? „Ja, es ist viel. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich ein absoluter Kontrollfreak bin“, lacht Karin. „Ich möchte so viel wie möglich selbst machen. Zum Glück kann ich sehr gut unter Druck arbeiten. Dann schaffe ich sehr viel und ich habe oft die besten Ideen. Natürlich ist es immer noch sehr harte Arbeit. Manchmal denken die Leute, dass ich den ganzen Tag nur herumsitze und zeichne, haha... aber es steckt noch viel mehr dahinter. Die Abwechslung zwischen all diesen verschiedenen Projekten macht aber richtig Spaß. Ich finde es auch sehr cool, mit Vaessen Creative zusammenzuarbeiten und mir neue Produkte auszudenken.“

Aber wie schafft sie es, so kreativ zu bleiben? Woher nimmt sie die ganze Inspiration? „Ich kann eigentlich den ganzen Tag lang überall Inspiration bekommen. Neulich habe ich zum Beispiel bei meinem Nachmittagsspaziergang eine kleine Maus gesehen. Damit werde ich später wieder etwas machen. Man braucht also nur gut um sich herum zu schauen. Inspiration kann man in den einfachsten, alltäglichen Dingen finden. Wenn man sich selbst beibringt, genau hinzuschauen, sieht man überall inspirierende Dinge. Auch zu Hause. Jemand, dem ich auf Instagram folge, zeichnet zum Beispiel alle möglichen verschiedenen Schuhe. Ganz einfach, aber trotzdem sehr schön.“

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Ansteckend

Wenn man sich mit Karin unterhält, spürt man ihre ansteckende Energie, die Energie von jemandem, der immer beschäftigt ist, immer etwas erschafft und sich immer etwas Neues ausdenkt. Auch wenn sie so viele verschiedenen Dinge tut, geht sie doch am liebsten zu den Grundlagen zurück. „Zeichnen ist meine Lieblingsbeschäftigung!“ sagt sie voller Überzeugung. „Ich zeichne alles Mögliche auf Papier, meine Ideen, einen Insta-Post, eine Auftragsarbeit oder eine Illustration. Am liebsten zeichne ich mit Bleistift oder Fineliner, das sind meine Basiswerkzeuge. Seit einiger Zeit arbeite ich auch mit den Alkoholmarkern von Winsor & Newton, das sind gute und preiswerte Marker. Was mir gefällt, ist, dass man mit diesen Materialien einfach loslegen kann, sie leicht zu verwenden sind und man hinterher nicht aufräumen muss. Das letzte hasse ich nämlich.“

Das Cartoon-Mädchen-Buch

Das Cartoon-Mädchen aus Karins neuestem Buch „Cartoonmeisjes teken je zo!“ kommt auch in Karins erstem Buch über Handlettering vor. Dort hat die Zeichnung jeden Tag ein neues Ereignis illustriert. In diesem Buch spielt das Cartoon-Mädchen die Hauptrolle. „Es ist sehr lustig zu sehen, wie sich das Mädchen seit der ersten Zeichnung im Jahr 2015 verändert hat“, sagt Karin. „Die Nase war zum Beispiel früher ein gerades ‚Dach‘, jetzt ist sie echt rund. Ich fing an, immer mehr von diesen Mädchen zu zeichnen, und manchmal wurde ich gefragt, ob ich einen Kurs darüber geben könnte. Da dachte ich: Es wäre doch richtig toll, wenn die Leute diese Mädchen auch zeichnen könnten? So ist die Idee zu diesem Buch entstanden.“

Richtig viele Beispiele

br>Das Buch hat die gleiche Struktur wie ihre früheren DIY-Bücher. Ausgehend von den Grundlagen führt Karin Sie Schritt für Schritt durch den Zeichenprozess. „Es beginnt ganz einfach mit den Proportionen eines Gesichts. Auf der nächsten Seite zeige ich, wie man diese Proportionen etwas verändern könnt. Man lernt, wie man verschiedene Münder und Augen macht, aber auch, wie man verschiedene Emotionen zeichnet. Schritt für Schritt geht es immer weiter - wie bringt man zum Beispiel die Arme in verschiedene Positionen? - bis man schließlich ein komplettes Mädchen zeichnen kann.“

Zusätzlich zu den verständlichen Erklärungen steckt das Buch voller Beispiele für verschiedene Mädchen, Emotionen, Beziehungen und so weiter. „Das habe ich bei anderen Büchern vermisst, in denen es viel Text, aber nur wenig Zeichnungen gab. Deshalb wollte ich richtig viele Beispiele in diesem Buch haben. Zum Beispiel auch von verschiedenen Arten von Haar. Viele finden es schwer, das zu zeichnen.“

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Die Cartoon-Mädchen-Toolbox

Zeitgleich mit dem Buch entstand auch die Idee für eine passende Toolbox. „Bei meinem Buch ‚Dare to Doodle‘ hatte ich auch ein schönes Einsteigerset, das aber hauptsächlich Papier enthielt. Die Zusammenarbeit mit Vaessen Creative gibt mir mehr Möglichkeiten. Also habe ich sofort angefangen zu überlegen, was ich darin haben wollte. Nicht nur Produkte, die praktisch sind, um Cartoon-Mädchen zu zeichnen, wie z. B. verschiedene Arten von Papier und Stiften, sondern auch Dinge, mit denen das Zeichnen besonders viel Spaß macht, wie z. B. eine Bordürenstanze, schwarze Büroklammern, Washi-Tape und Papierrahmen, in die man die ‚Porträts‘ sofort einfügen kann. Es ist sehr cool zu sehen, wie die eigenen Produkte zum Leben erwachen!“

Farben und Kleidung

Paperfuel ist für seinen typischen Schwarz-Weiß-Stil bekannt. Trotzdem hat Karin zusammen mit Vaessen Creative ein Aquarell-Set in Retro-Farben entwickelt, das noch in diesem Jahr auf den Markt kommt. Gibt sie das Schwarz-Weiß jetzt auf? „Über diese Frage habe ich lange nachgedacht...“ sagt sie und blickt etwas nachdenklich. „Es muss nämlich schon wirklich zu mir passen. Schwarz-weiß und ein Retro-Look passen zu mir. Unsere gesamte Einrichtung ist zum Beispiel schwarz-weiß, mit alten Schreibmaschinen und einer Retro-Jukebox. Aber es bleibt schwierig, sich für Farbe zu entscheiden. Das wird sich mit der Zeit zeigen. Vielleicht ist dieses Aquarellset ja der Anfang.“

Bisher sind fast alle ihre Träume in Erfüllung gegangen: ein Buch machen, selbst ein Buch veröffentlichen, eine eigene Schreibwaren- und Hobbylinie und sogar eine eigene Fernsehsendung. Dennoch bleiben noch genug Träume übrig. „Ich will meine eigene Modelinie!“, ruft Karin begeistert. „Das fände ich so cool! Ich mag Kleidung, ich fände es wirklich toll, damit zu arbeiten, wirklich eine neue Herausforderung.“ Und dann rudert sie wieder zurück. „Vielleicht etwas für die Zukunft. Wenn die Zeit da ist, wird es schon kommen“, sagt sie mit einem zufriedenen Lächeln.

Talent entdecken

Menschen zum Zeichnen zu bringen: Das ist Karins Ziel. „Ich finde es toll, dass ich die Leute mit meiner Arbeit, meinen Büchern und meinen Workshops zum Zeichnen bringen kann. Manchmal bekomme ich sogar Nachrichten von Leuten, die mir sagen, dass ich ihnen aus ihrem Tief heraus geholfen habe. Oder dass ich mit meinen Live-Sessions auf Instagram Menschen durch die schwierige Corona-Zeit geschleppt habe. Dann denke ich: Wow... Ich finde es cool, wenn Menschen, ob jung oder alt, entdecken, dass sie zeichnen können, wenn sie zusammen mit mir oder mit meinen Büchern zeichnen. Es gibt auch Menschen, die sehr viel Talent haben, es aber erst später im Leben entdecken. Das ist doch großartig, oder?“

Neugierig bleiben

Für alle, die kreativ sein wollen, hat Karin noch einen guten Tipp. „Neugierig bleiben! Ich bin immer neugierig auf neue Dinge. Auf diese Weise lerne ich viel und entdecke immer wieder etwas Neues. Man sollte nie zu weit weg suchen, sondern sich selbst treu bleiben.“ Vielleicht ist letzteres das Erfolgsgeheimnis der Marke Paperfuel, die in allem - dem kräftigen Schwarz-Weiß und in den energiegeladenen Illustrationen - den Stil von Karin Luttenberg ausstrahlt.

Fotografie: Lizet Beek